Für eine kinderfreundliche Stadt
„Demografische Entwicklung“ - das bedeutet nicht nur, gute Lebensbedingungen für die immer älter werden Mitbürger zu schaffen, sondern vor allem: Für unsere Kinder muss gesorgt werden! Senioren haben ihre politische Lobby, Kinder nicht. In unserer Stadt leben relativ viele Kinder. Sie brauchen ausreichenden Wohnraum und saubere Spielplätze, bezahlbare bzw. beitragsfreie Kindergärten, Kindertagesstätten und Tagesmütter. Wir müssen für Familienzentren, attraktive Ganztagsschulen und sichere Schulwege sorgen; mit Hilfe des Landes NRW wird jedem Kind ein Musikinstrument in die Hand gegeben. Die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen, Kirchengemeinden etc. muss unbürokratisch gefördert werden. Ein unabhängiger Kinder- und Elternbeirat kann Politikern und Bürokraten helfen, Freudenberg zur kinderfreundlichen Stadt zu machen.
Für eine Gesamtschule in Freudenberg
Über 800 Schüler besuchen täglich eine weiterführende Schule außerhalb Freudenbergs. Die Strapazen – oft mehr als zehn Stunden außer Hause – sind unzumutbar. Ein bildungspolitischer Skandal! Deshalb fordern wir, unverzüglich die Errichtung einer Gesamtschule zum Schuljahrbeginn im Herbst 2011 in Angriff zu nehmen. Nur so lassen sich die Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen unserer Stadt erhöhen, die bestehenden Hauptschulen stärken und eine gymnasiale Oberstufe anbieten. Freudenberg ist diejenige Stadt im Kreisgebiet, in der die demografischen, technischen und gesetzlichen Bedingungen für die Errichtung einer Gesamtschule am besten gegeben sind. Das Ganze muss innerhalb eines Bildungsgesamtplans für Freudenberg geschehen, in dem auch die ortsansässigen Unternehmen als Partner der Schulen eine wichtige Rolle erhalten.
Für frischen Wind im Luftkurort
Freudenberg braucht ein umfassendes Konzept zur Stadtentwicklung, das auch zügig umgesetzt wird. Die bisherige Flickschusterei muss ein Ende haben. Der ALTE FLECKEN darf nicht mehr länger vor sich hin dämmern und zur denkmalgeschützten Schlafstadt veröden. Er muss wieder zum Anziehungspunkt für Wohnen und Arbeiten, Handel und Unterhaltung, Gastlichkeit und Lebensfreude belebt werden - für Einheimische und Besucher, die sich willkommen fühlen müssen! Die Straßen müssen barrierefrei und fußgängerfreundlich gestaltet werden. Parkende Autos haben hier nichts zu suchen (Anwohner ausgenommen). Die Erhaltung des „Fleckens“ ist unser aller Aufgabe! Eine Bürgerstiftung oder ein Entwicklungsfonds ALTER FLECKEN, an dem sich Hausbesitzer, Gastgewerbe, Einzelhandel, Banken und Unternehmen sowie die Stadt und das Land NRW, aber auch Privatpersonen beteiligen, sorgt für die notwendigen Finanzmittel. Statt den Fremdenverkehr von städtischen Verwaltungsangestellten als Nebenjob bearbeiten zu lassen, muss dafür ein erfahrener, unabhängiger und professioneller Kurdirektor berufen werden. Es muss endlich entschieden werden, was mit den zwei öffentlichen Bädern geschehen soll – beide lassen sich nicht betreiben! Und letztlich muss dafür gesorgt werden, dass die Stadt nicht unter der Last des laufenden und ruhenden Autoverkehrs erdrückt wird. Eine Ortsumgehung muss her! Warum ist in Freudenberg nicht möglich, was in anderen vergleichbaren Städten gelingt?
Für eine menschenwürdige Friedhofskultur
Schau Dir die Friedhöfe an und Du weißt, wes Geistes Kind die Menschen sind! Das gilt auch für unsere Stadt mit ihrer historisch gewachsenen Friedhofskultur – doch die ist gefährdet. Die Stadtverwaltung – und die ihr folgende CDU–Mehrheit im Rat - behandeln die Friedhöfe als Ort lästiger Bestattungspflicht. Die Angehörigen der Verstorbenen werden mit Gebühren zur Kasse gebeten, die sich in erster Linie aus den Kosten, sprich den Verlusten des städtischen Bauhofs ergeben - und der ist schlecht organisiert, falsch ausgerüstet, ineffizient und teuer. In Freudenberg bestimmen die Mitarbeiter des Bauhofs, wie die Friedhöfe aussehen. Mit Hinweis auf die vermeintlichen Kosten regiert das Diktat pietätloser Bequemlichkeit. Auch die Drohung, die Friedhöfe in den Ortsteilen aufzuheben, folgt dieser Strategie. Es wird nur an der Gebührenschraube gedreht, statt sich Gedanken zu machen, wie sich die Vorstellungen der Menschen über würdige Bestattungsformen wandeln und welche Konsequenzen sich daraus für das öffentliche Friedhofswesen ergeben. Eine von der FDP beantragte Befragung in den Ortsteilen wird mit fadenscheinigen Gründen immer wieder verschoben.
------------------------------------------------------------------
Liberale für eine demokratische Kultur in Freudenberg!
Es muß Schluß sein…
…mit der absoluten Mehrheit der CDU im Rat der Stadt. Initiativen anderer Gruppen werden erst einmal abgelehnt. Kompromisse werden nicht gesucht. Später werden diese Vorschläge dann als eigene Ideen verkauft und durchgezogen.
Es muß Schluß sein…
…mit den einsamen Entscheidungen, die Bürgermeister und CDU-Führung aushecken. Diese werden dann von der CDU brav abgesegnet. Leute mit eigener Meinung sind da nicht gefragt, eher Parteisoldaten mit Fraktionsdisziplin. Die Probleme unserer Stadt müssen öffentlich und in demokratischer Streitkultur unter allen Mitgliedern des Rates diskutiert werden. Und warum nicht wichtige Fragen durch Bürgerentscheid klären? Oder die Bestellung der Ortsvorsteher durch Urwahl in den Ortsteilen vornehmen?
Es muß Schluß sein…
…mit der fortlaufenden Entmachtung des Stadtparlaments. Der Bürgermeister setzt immer weniger Sitzungen an. In Zukunft dürfen öffentliche Aufträge nur aufgrund unmittelbarer Beschlüsse der Fachausschüsse und des Rates vergeben werden! Das Grundrecht demokratischer Kontrolle muß wieder den gewählten Volksvertretern gegeben werden.
Druckversion
Die Mitte stärken

